Du bist zuverlässig.
Du spürst sofort, wenn jemand etwas braucht.
Du hältst aus, regelst, denkst mit, springst ein.
Und vielleicht kennst du auch das:
Am Abend bist du erschöpft.
Nicht, weil du zu wenig kannst,
sondern weil du zu viel trägst.
Viele Frauen in Helferinnenrollen haben früh gelernt,
dass Anpassung Sicherheit gibt.
Dass Harmonie wichtiger ist als eigene Bedürfnisse.
Dass es einfacher ist, sich selbst zurückzunehmen,
als jemand anderen zu enttäuschen.
Das ist keine Schwäche.
Es ist eine kluge Überlebensstrategie.
Und trotzdem merkst du: So geht es nicht weiter.
Vielleicht sagst du Ja, obwohl dein Körper Nein meint.
Vielleicht spürst du deine Bedürfnisse –
äusserst sie aber nicht.
Vielleicht bist du effizient, kompetent, stark –
und das Leben fühlt sich trotzdem anstrengend an.
Wenig lebendig.
Wenig leicht.
Nicht, weil mit dir etwas nicht stimmt.
Sondern weil dein Nervensystem gelernt hat,
dauernd wachsam zu sein.